SV Hohenlimburg 10 unterliegt beim FC Lennestadt mit 2:4. Erzen ringt um Fassung und hadert mit dem Schiedsrichter.

„Es ist unerklärlich. Ich frage mich wirklich, was sie gegen uns haben.“ Michael Erzen rang nach dem Abpfiff um Worte und seine Fassung. Der Trainer des Fußball-WestfalenligistenSV Hohenlimburg 10 fühlte sich um den Sieg gebracht – wieder einmal. Die Zehner unterlagen beim FC Lennestadt mit 2:4 (1:1).

„Wenn man nur das Ergebnis sieht, kann man denken, dass ich seit drei Wochen immer das gleiche erzähle. Aber das war ein ganz klarer Eingriff des Schiedsrichters. Sowas darf nicht passieren“, regte sich Erzen auf. Doch was war passiert? Schon in der zweiten Spielminute brachte Florian Friedrichs die Gastgeber aus Lennestadt nach einem langen Einwurf per Kopfball in Führung. Doch im Anschluss waren die Gäste aus Hohenlimburg die bessere Mannschaft und dominierten die Partie. Lediglich am Torabschluss haperte es. In der 41. Spielminute verwandelte David Bernsdorf einen Elfmeter nach Foul an Adil El Hajui zum 1:1-Ausgleich.

Adil El Hajui trifft zur Führung

Und nach der Pause durften die Zehner erneut jubeln, nach einem langen Einwurf von Jan Kauermann schob El Hajui zur 2:1-Führung ein (73.). Was folgte, sorgte für den Unmut der Erzen-Mannschaft: Nach einer Flanke in den Strafraum der Hohenlimburger setzte Samet Davulcu nach, sein Gegenspieler kam zu Fall. „Da war nichts, der ist über den Ball gestolpert“, beteuerte Erzen. Das sah Schiedsrichter Christian Lange anders und entschied nicht nur auf Elfmeter, den Friedichs zum 2:2 (87.) verwandelte, sondern stellte Davulcu mit Gelb-Rot vom Feld.

Nur vier Minuten später lief erneut FC-Stürmer Friedrichs aufs Tor der Gäste zu, legte sich den Ball aber etwas zu weit vor. Zehner-Verteidiger Kai Gottesbüren schon den Ball an Friedrichs vorbei. Schiedsrichter Langen entschied erneut auf Strafstoß. „Er hat ihn nicht berührt, gar nichts. Das war eine ganz normale Abwehraktion“, war Erzen fassungslos. Und auch der Elfmeter-Schütze, der sich zum 3:2 traf, gab zu: „Den hätte ich nicht gepfiffen.“ Das Tor zum 4:2-Endstand durch Linus Witzel blieb eine Randnotiz. Auch FC-Trainer Jan Hüttemann sagte nach der Partie: „Selbst das 2:2 wäre aus unserer Sicht unverdient gewesen. Wir waren die deutlich schlechtere Mannschaft.“

Tröstende Worte

Tröstende Worte, die den Zehnern aber wenig brachten. Für das Team von Michael Erzen ist es die dritte Niederlage in Folge, was den Trainer wütend macht und die Spieler demotiviert: „Sie haben mich in der Kabine gefragt, was sie denn noch machen sollen. Sie spielen super Fußball und dann bringen uns solche Fehlentscheidungen um den Sieg.“

SV Hohenlimburg: Schilling; Kauermann, Samet Davulcu, Saffet Davulcu, El Hajui, Gottesbüren, Münch, Bernsdorf, Porrello, Delker, Labarile.

 

Bericht: Linda Sonnenberg WP