In der Fußball-Westfalenliga muss sich der SV Hohenlimburg 10 auch im dritten Spiel in Folge geschlagen geben. Trainer Erzen ist sauer.

Für den Fußball-Westfalenligisten SV Hohenlimburg 1910 galt es nach zwei Niederlagen in Folge wieder auf die richtige Spur zu finden. Doch auch im Dortmunder Westen gab es nichts zu holen. Mit 0:4 (0:1) musste sich das Team von Trainer Michael Erzen beim TuS Bövinghausen geschlagen geben. Im Nachhinein haderte Erzen mit dem Unparteiischen Simon Stute, der seiner Meinung nach unfairerweise entscheidend in den Spielverlauf eingriff.

Die Zehner haben schwer ins Spiel gefunden, „zu viel Respekt gehabt“, wie Erzen vermutet und so das 0:1 durch Marko Onucka kassiert. Bei einem langen Ball stand dieser plötzlich mutterseelenallein vor Torhüter Alexander Klur und netzte ein (11.). Danach waren die Hohenlimburger die spielbestimmende Mannschaft, aber haben es nicht geschafft, den Ball ins Tor unterzubringen. „Ich habe den Jungs zur Pause gesagt dass wir weiter mutig spielen müssen und wir die Partie gewinnen“, so Michael Erzen. Doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf.

„Da zieht man keine Karte“

Hohenlimburgs Saffet Davulcu bekam zunächst eine Gelbe Karte für ein Foul an seinem Gegenspieler. „Da war gar nichts böswilliges und es war sein erstes Foul. Da zieht man keine Karte.“ Wenig später wollten die Dortmunder den Ball aus dem Strafraum herausspielen, dabei ging Davulcu mit einem Gegenspieler in einen harmlosen Zweikampf, wobei er ihn laut Erzen „leicht“ traf. Stute zückte die Ampelkarte und verwies Davulcu des Feldes (65.) 

„Das war niemals Gelb-Rot, aber das Spiel war dann gegessen. Ich sage nicht oft was über die Schiedsrichter, aber diesmal platzt mir der Kragen. Das war jetzt mehrmals die letzten Spiele eine spielentscheidende Szene gegen uns“, sagte ein wütender Michael Erzen.

Zehner gehen in Unterzahl unter

In Unterzahl hätten die Zehner nochmal alles versucht, aber mussten nach dem 0:2 durch Denis Ramadan in Minute 76 auch hinten aufmachen. Adolf Otibo (77.) und Sebastian Mützel (82.) vollendeten aus Dortmunder Sicht noch zwei Konteraktionen. „Das Ergebnis fiel zwei Tore zu hoch aus. Keinen Vorwurf an das Team, die Jungs haben alles gegeben. Aber die Rote Karte war für mich die spielentscheidende Aktion. Ohne die gewinnen wir das. Alle Zuschauer haben gesagt – das macht doch keinen Spaß. Das muss ich auch so klar sagen“, so Michael Erzen

Die Zehner hatten in Unterzahl trotzdem noch zwei gute Möglichkeiten. Zuerst lag Vincenzo Porrello eine große Chance auf dem Schuh. Chris Matuszak brachte den Ball in den Fünfer, Porrello traf aber aus fünf Metern frei stehend über das Tor (72.). Drei Minuten später schoss Yunus Özalp aus aussichtsreicher Lage den TuS-Torwart an.

SV Hohenlimburg 10: Klur, Eickelmann, Schikora (69. Träptau), Höltke, Porrello, Saffet Davulcu, Gottesbüren, Jacoby, Matuszak, Labarile, Özalp (77. Mermer).

Bericht: Fabian Sommer WP