
Die SV Hohenlimburg 1910 hat in der Fußball-Landesliga beim Auswärtsspiel gegen den BSV Menden ein 1:1 erreicht. Mit Rückenwind aus dem Heimsieg gegen den SV Schmallenberg reisten die „Zehner“ nach Menden. Wieder stimmte der Einsatz, wieder stimmte das Ergebnis – bis zur vorletzten Sekunde.
„Es war ein sehr kampfbetontes Spiel, viele Zweikämpfe, alles fair, aber eben hart umkämpft. Das haben die Jungs super angenommen, damit war ich sehr zufrieden“, sagt SV Coach Yalcin Erkaya. „So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie“. Auch wenn sich die Zehner in jeden Ball schmissen, konnte man sich zur Pause aufgrund ausgelassener Chancen noch nicht belohnen. Kurz nach Wiederanpfiff war es dann aber so weit: Der torgefährliche Kapitän Danilo Labarile, der die Zehner im Sommer nach zehn Jahren verlassen wird, sorgte für die 0:1-Führung der Gäste (52.).
Diskussionen gab es anschließend eher abseits des Treffers, als Hohenlimburgs Stürmer Valdet Rema vermeintlich die Führung ausbaute, das Tor jedoch vom Linienrichter wegen eines Stürmerfouls zurückgepfiffen wurde. „Ich sehe da einfach kein Stürmerfoul, das war völlig unverständlich. Im Nachhinein wäre das ein wichtiges Tor gewesen“, sagt Erkaya. Vom aberkannten Treffer ließen sich die Zehner jedoch nicht aufhalten und kamen ebenso wie Menden weiterhin zu Gelegenheiten.
Keine Vorwürfe
Für weiteren Gesprächsstoff sorgte eine Szene im Strafraum: Stürmer Joshua Torres dribbelte, setzte eine Finte und ging nach einem Zweikampf mit seinem Gegenspieler zu Boden. „Da gab es keine zwei Meinungen. Wir haben sein Schreien bis zur Bank gehört – das war ein glasklarer Elfmeter“, so Erkaya. Auch wenn in zwei entscheidenden Situationen unglücklich gegen die Zehner entschieden wurde, wollte Erkaya dem Unparteiischen aber keine Vorwürfe machen: „Er war auf keinen Fall schuld am Ergebnis. Ja, es war aus meiner Sicht falsch, aber das 1:1 geht mit Blick auf das Spiel in Ordnung.“
Auch über den späten 1:1-Ausgleich durch Mendens Nils Kraume in der Nachspielzeit (90.+5) zeigte sich Erkaya gefasst: „Das 1:1 ist gerecht, das muss man anerkennen. Die Jungs haben ein gutes Spiel gezeigt – genauso wie der Gegner.“