Der Rücktritt von Achim Heinrichsmeier beim SV Hohenlimburg 10 kam überraschend. Doch nun stellt der Verein seinen Nachfolger vor.

Der Abgang von Achim Heinrichsmeier kam überraschend. Seit fast fünf Jahren war der 58-Jährige als Sportlicher Leiter für die Fußballer des SV Hohenlimburg 1910 verantwortlich, feierte den lang ersehnten Aufstieg in die Westfalenliga mit und verfügte über ein sehr gutes Verhältnis zu Trainer Michael Erzen. Doch Differenzen mit dem Vorstand sorgten vor einigen Wochen für die Trennung. Nun ist ein Nachfolger gefunden: Oktay Özkaya wird die Geschicke des Westfalenligisten leiten.

Interne Lösung gefunden

Damit haben sich die Zehner für eine interne Lösung entschieden, der 47-Jährige war bisher Trainer der dritten Mannschaft am Kirchenberg. Vorstandsarbeit ist allerdings kein Neuland für ihn: „Vor zehn Jahren habe ich beim TSK Hohenlimburg schon einmal in diese Richtung arbeiten dürfen.“ Als die Zehner-Verantwortlichen um den ersten Vorsitzenden Bernd Preußner auf ihn zugekommen seien, habe er deshalb nicht lange überlegen müssen: „Ich kenne die Mannschaft und vor allem Trainer Michael Erzen, das macht es einfacher mich einzufinden.“
Und auch Preußner ist zufrieden mit der Verpflichtung, auch wenn er zugibt, dass es noch andere Kandidaten gab: „Wir hatten noch einen anderen Bewerber im Rennen, mit welchem wir uns auch eigentlich schon einig waren. Allerdings kamen dann private Verpflichtungen dazwischen.“ Oktay Özkaya sei allerdings keinesfalls als Übergangslösung gedacht, betont der Vorsitzende: „Wir planen schon dauerhaft mit Oktay. Er kennt die Mannschaft und den Verein und verfügt zudem über sehr gute Netzwerke.“ Denn in seiner aktiven Zeit war er unter anderem für TSK Hohenlimburg, VfL Schwerte und Boele-Kabel am Ball. Und vor einiger Zeit auch für die Zehner: „Das ist allerdings schon einiges her, ungefähr in den Neunzigerjahren“, erinnert sich Özkaya zurück.

Volles Vertrauen in die Mannschaft

Doch wie schwierig ist es für ihn, eine Mannschaft zu übernehmen, die sich vor der Saison große Hoffnungen gemacht hat im oberen Tabellenfeld mitzumischen und nun auf einem Abstiegsplatz steht? „Ich habe nicht alle Spiele verfolgen können, aber beispielsweise den Derby-Sieg gegen Hagen 11 habe ich gesehen. Und da hat sich gezeigt, wie stark die Mannschaft sein kann und welch ein Potenzial in ihr steckt“, ist der neue Sportliche Leiter davon überzeugt, dass der Tabellenplatz nicht alles widerspiegelt: „Sie haben stark angefangen, dann kam der Bruch. Allerdings ist die Mannschaft gut und ich habe volles Vertrauen, dass der Klassenerhalt am Ende der Saison sicher ist.“

Wie es mit der Spielzeit weitergeht, bereitet ihm allerdings noch Sorgen: „Keiner weiß, was noch kommt. Mehr als die Hinrunde wird es sicherlich nicht geben, also stehen im besten Fall noch neun Spiele aus.“ Neun Spiele, in denen die Zehner versuchen müssen, sich wieder nach oben zu kämpfen.
Für den neuen Sportlichen Leiter gehen in den kommenden zwei Wochen nun erst einmal die Vertragsgespräche mit den Spieler los: „Wir müssen jetzt schon einmal die kommende Saison im Blick haben und versuchen die Mannschaft dafür zusammenzubekommen.“ Dabei wird Trainer Erzen eine wichtige Rolle spielen, wie Özkaya betont: „Er kennt das Team noch deutlich besser.“
Und auch Erzen freut sich auf die Zusammenarbeit: „Ich denke, dass wird gut werden.“​

Bericht: Linda Sonnenberg WP