Der Platz des SV Hohenlimburg 1910 im Kirchenberg Stadion soll bald bespielbar sein. Die Fußballer haben gemischte Gefühle zu dem grünen Geläuf.

Drei Heimspiele hat der Fußball-Westfalenligist SV Hohenlimburg 1910 in dieser Saison bereits im heimischen Kirchenbergstadion bestritten. Jedoch fand keines davon auf dem standesgemäßen Naturrasenplatz statt. Grund dafür ist ein Leck in der Beregnungsanlage, das im Mai entdeckt wurde. Die Stadt hat daraufhin beauftragt, das Loch zu finden und zu reparieren. Infolgedessen wurde im Mai die Rasendecke über mindestens 50 Meter hinweg aufgerissen. Seitdem war ein Spielbetrieb nicht möglich. Aber allmählich ist die erste Partie auf Naturrasen in Sicht.

„Der Rasen wird jetzt gepflegt und wiederhergestellt. Der muss jetzt noch etwas liegen und dann dürfen wir wieder. Das ist mein aktueller Stand. Optisch sieht der Platz jedenfalls schon sehr gut aus“, sagte Michael Erzen, Chefcoach der Zehner. Ralf Kriegel, stellvertretender Leiter des Servicezentrum Sport, bestätigte den aktuellen Stand im Gespräch mit unserer Zeitung: „Ich bin heute noch da gewesen und habe es mir angeschaut. Der Rollrasen ist verlegt, aber die Nachsaat fruchtet noch nicht, wie erwartet. Letzte Woche ist das noch mal nachgesät worden.“

Rasen sieht gut aus

Der Rasen sähe „eigentlich ganz gut aus“, er müsse jetzt nur anwachsen. Die momentane Feuchte könnte laut Kriegel eine Rolle spielen. In der kommenden Woche gebe es einen Abnahmetermin – Stand jetzt rechnet Kriegel mit weiteren „zwei oder drei Wochen, wenn nichts mehr dazwischen kommt.“

Ob der Naturrasen auch im Winter bespielbar bleibt, ist eine Wundertüte. „Wenn wir weiterhin so trockene Winter haben wie zuletzt, dann können wir durchspielen. Wenn es im November zwei Wochen durchregnet, sieht es schlecht aus“, so Ralf Kriegel.

Spieler wollen die Stadionatmosphäre

Was das Geläuf angeht, haben die Akteure der Zehner gemischte Gefühle. „Wenn die Qualität des Naturrasens das Fußballspielen zulässt, dann spiele ich unbedingt lieber auf dem Rasen – allein der Atmosphäre wegen. Um unsere spielerischen Qualitäten, die wir ab Sonntag endlich wieder zeigen müssen und werden, auch ausspielen zu können, lieber auf dem Kunstrasen“, sagt Zehner-Kapitän Danilo Labarile. Auch Flügelstürmer Tim Eickelmann spielt grundsätzlich lieber auf dem Naturrasen im Stadion, „weil das dort ein ganz anderes Flair ist, als oben auf dem Kunstrasenplatz.“ Es käme aber wie bei Labarile auf die Verhältnisse an. „Das ist dann eine Art Wundertüte, da wir nie ganz genau wissen, in welchem Zustand der Platz sonntags ist.“

Spielerisch sei es immer einfach, auf einem Kunstrasenplatz zu kicken, „da die fast immer und überall in einem guten Zustand sind und dort eher die technischen Elemente zum Vorschein kommen können.“

Das Derby am kommenden Sonntag gegen FC Borussia Dröschede findet definitiv auf Kunstrasen statt. Aber im nächsten Heimspiel am 15. November gegen Concordia Wiemelhausen könnte es dann etwas mit dem Naturrasen werden.

Bericht: Fabian Sommer