Ein Hohenlimburger Kicker hatte Pingel wohl in den Nacken gegriffen, dem war bereits kurz zuvor ein kleines Scharmützel vorausgegangen – die Beschwerden der Gäste hielten sich beim Unparteiischen im Nachgang auch in Grenzen. Ex-Profi Marco Fiore übernahm für die Mendener Verantwortung, blieb cool, traf zum aus BSV-Sicht glücklichen Ausgleich. Direkt darauf pfiff Schiri Thorsten Milde ab – und bei den Hausherren machte sich eher Erleichterung als grenzenlose Freude breit.
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Durchpusten auch bei Fiore, der auf Wunsch seiner Teamkollegen angetreten war. „Klar, war da eine Menge Druck, aber das habe ich schon oft genug gehabt, das ist halb so wild für mich“, sagt der 37-jährige Routinier cool. „Ich habe keine feste Ecke, ich gucke den Torwart immer aus.“ Das hat auch diesmal exzellent geklappt – und für einen Bonus-Punkt gesorgt. „In der Situation, in der wir sind, ist jeder Punkt wichtig“, sagt Fiore. „Und gegen so einen starken Gegner wie Hohenlimburg so ein Ding zu kriegen in der letzten Minute, ist natürlich super.“
Coach Ralf Schneider konnte da nur zustimmen. „Das war auf jeden Fall ein Punktgewinn. Wir wussten, dass Hohenlimburg eine hohe individuelle Qualität hat, uns überlegen ist. Wir mussten das im Kollektiv auffangen.“ Bis auf wenige schöne Spielzüge in der Anfangsphase war das aber nicht so gut gelungen – das gesteht auch der Trainer. „Auch angesichts der Torchancen war das ein klares Spiel für Hohenlimburg.“ Zweimal Pfosten, einige Male vorbei, mehrfach den Abschluss verpasst – oder Keeper Pingel war im Weg: Mehr als einmal (Inan Yetkiner, 39.) trafen die spielerisch überlegenen Gäste nicht.
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20 Minuten vor Schluss schwächte sich Hohenlimburg auch noch selbst: Joshua Perea Torres sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. Doch grenzenlosen Druck entfachte der BSV auch in Überzahl nicht. „Am Ende kräht kein Hahn danach, wie wir den Punkt geholt haben. Momentan helfen uns nur Punkte. Und wir haben einen Punkt gegen eine Spitzenmannschaft geholt“, sagt Schneider. „Aber wir haben aufgezeigt bekommen, was wir besser machen müssen.“ Und er sagt mit einem Schmunzeln: „Ob das verdient ist oder nicht, weiß jeder, der das Spiel gesehen hat. Aber das ist jetzt total egal.“
Nach diesem nicht unbedingt eingeplanten Punkt stehen für den BSV jetzt erst mal „die Wochen der Wahrheit“ an, wie der Coach sagt. Mit den kommenden Gegnern Hünsborn, Sundern, Schmallenberg/Fredeburg und Weißtal sieht sich der BSV eher auf Augenhöhe als mit Hohenlimburg. Dort sollen die nächsten Siege folgen.