Fußball-Westfalenligist SV Hohenlimburg 10 kämpft sich nach 0:2-Rückstand wieder in die Partie und gewinnt gegen Dröschede mit 3:2.

Raffaele Federico gab nicht auf. Das gesamte Spiel über drängte der offensive Mittelfeldspieler von Fußball-Westfalenligist SV Hohenlimburg 10nach vorne. Immer wieder schlug er Flanken, ging in Zweikämpfe, doch es sollte nicht reichen – bis zur 89. Spielminute. Bei einem Gestocher im Strafraum hatte der 23-Jährige auf einmal den Ball am Fuß und schob an Dustin Heberlein vorbei ins Tor von Borussia Dröschede – und besiegelte damit den 3:2 (0:1)-Sieg der Hohenlimburger.

SV Hohenlimburg 10 kassiert frühes Gegentor

Dabei sah es zuerst gar nicht gut aus für die Gastgeber. Schon in der vierten Minute jubelten die Gäste aus Iserlohn. Pascal Urumis stand nach einer Flanke frei vor dem Tor der Zehner und köpfte ohne Probleme ins Tor. Doch in einem umkämpften Derby ließen sich die Zehner nicht abschütteln. Tim Delker etwa lief frei auf den Borussia-Torwart zu, scheiterte aber mit seinem Heber.

Die größte Aufregung des ersten Durchgangs: Okan Gözutok schubste Hohenlimburgs Kapitän Danilo Labarile im vollen Lauf zur Seite. Der Hohenlimburger flog mit voller Wucht gegen die Werbebande, die aus der Verankerung riss. Doch die Partie konnte er nach kurzer Behandlung fortsetzen. Mit einem knappen Rückstand ging es in die Kabine. Dort richtete Co-Trainer Marc Schmitt, der für den privat verhinderten Trainer Michael Erzen übernahm, deutliche Worte an sein Team. „Wir haben uns richtig heiß gemacht und uns einiges vorgenommen für den zweiten Durchgang“, verriet Schmitt.

Motivierende Halbzeitansprache

Voller Tatendrang kamen die Zehner aus der Kabine, aber zunächst mussten sie einen weiteren Dämpfer hinnehmen: In der 55. Minute erzielte Lennart Merz die 2:0-Führung für Dröschede. Es hätte das entscheidende Tor der Partie sein können. Doch die Hohenlimburger, die vor dem Duell punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz in der Tabelle standen, gaben nicht auf. „Wie sich meine Mannschaft zurückgekämpft hat und was sie für einen Charakter bewiesen hat – das ist wirklich super!“ lobte Schmitt sein Team, das nach dem 0:2-Rückstand alles auf eine Karte setzte und offensiver nach vorne drängte.

Antonio Porrello war es, der in der 60. Minute zum 1:2 verkürzte. Fünf Minuten später ging erst ein Raunen und dann Jubelschreie durch die Menge. Mit einem Distanzschuss knallte erneut Porrello den Ball in die rechte obere Ecke zum 2:2-Ausgleich. Doch das Unentschieden reichte den Hohenlimburgern nicht, sie drängten auf den Sieg. Und wurden belohnt, als Raffaele Federico Mitspieler und Fans in der 89. Minute erlöste.

SV Hohenlimburg 10: Schilling; Nezir, Höltke, Saffet Davulcu, Gottesbüren (68. Kauermann), Jacoby, Münch, Porrello, Federico (90. El Hajui), Delker (68. Kaya), Labarile.

Bericht: Linda Sonnenberg WP