1. HERRENHERREN

1.12.2019 SV Hohenlimburg I – DSC Wanne-Eickel

Aufgrund einer durchwachsenen Leistung und einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters unterliegen die Zehner im Verfolgerduell der Westfalenliga.

Das Ergebnis ist das, was im Fußball zählt. Die Art und Weise wie das manchmal zustande kommt, ist dabei manchmal ziemlich egal. Bei der 1:3 (0:0)-Heimspielniederlage des SV Hohenlimburg 1910 gegen den DSC Wanne-Eickel im Verfolgerduell der Westfalenliga aber spielt der Spielverlauf aber eine größere Rolle – denn die Zehner fühlten sich vom Unparteiischen zurecht verschaukelt.

Dass die Niederlage am Ende nicht unverdient ist, daraus macht Michael Erzen kein großes Geheimnis. „Wanne war der erwartet schwere Gegner und hatte die besseren Gelegenheiten“, so der Trainer der Hohenlimburger im Anschluss an die Partie. Doch den Trainer beschäftigte eine Situation im Spiel noch viel mehr als die Leistung seiner Schützlinge. Beim Stand von 0:1, Michen hatte die Gäste nach schnellem Umschalten mit einem satten Abschluss in Führung gebracht, versuchten die Zehner postwendend eine Antwort zu präsentieren. Nach einer Passstafette gelang es dem umtriebigen Tim Eickelmann in den Strafraum des DSC einzudringen, woher klar regelwidrig zu Fall gebracht wurde.

Vorteil statt Elfmeter

Doch statt den fälligen und von Hohenlimburger Seite vehement geforderten Strafstoß zu geben, ließ der Schiedsrichter Markus Cinar das Spiel laufen, da die Zehner im Ballbesitz blieben. Nach einem harmlosen Abschluss der in den Armen des Gäste-Torwarts landete, kam dann die verwunderliche Begründung des Schiedsrichters: Er habe den Vorteil für Hohenlimburg gesehen und deswegen das Foul nicht geahndet. „Es gibt keinen größeren Vorteil im Fußball als einen Elfmeter. Ich habe kein Verständnis für diese Entscheidung“, sagte Trainer Erzen nach der Begegnung.

Während sich die Hohenlimburger noch über diese Fehlentscheidung des Unparteiischen ärgerten, nahmen die Gegner den Schwung, den sie durch die Führung merklich hatten, weiter mit und kam zu großen Chancen. Alexander Klur war es zu verdanken, dass die Erzen-Elf nicht schon früher klar in Rückstand geriet, denn er verhinderte mit mehreren Klassetaten den zweiten Treffer von Wanne-Eickel.

Wanne entscheidet das Spiel in drei Minuten

Da sich seine Vorderleute aber nie ganz bis vor das Tor kombinieren konnte, kam es dann doch zum zweiten Tor für die Gäste. Nach einem Ballverlust der Zehner schaltete der DSC erneut schnell um und spielte Nick Malvin Ruppert frei, der sich die Chance nicht nehmen ließ und die Führung seines Teams ausbaute (78.). Auch hier gab es wütende Kommentare in Richtung des Schiedsrichters, denn die Abwehrreihe der Elfer hatte Ruppert im Abseits gesehen.

Der Ärger über die vermeintliche Fehlentscheidung wich aber dann relativ schnell der Enttäuschung, denn nur rund drei Minuten nach dem 0:2 sorgten die Herner durch Dawid Ginczek für die Entscheidung (81.). Der DSC-Stürmer hielt den Fuß in eine Hereingabe von der linken Seite und machte damit den Deckel auf eine eigentlich relativ ausgeglichene Partie.

Durch die dritte Niederlage in der aktuellen Spielzeit ist der Aufsteiger aus Hohenlimburg auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen. Überraschend kam diese Pleite aber nicht – und sie einzig am Schiedsrichter fest zu machen, ist auch nicht korrekt. Im gesamten Spielverlauf konnten die Zehner gerade einmal drei Schüsse auf das Tor des Gegners abgeben. Einer davon sorgte kurz vor Ende der Partie noch für ein wenig Ergebniskosmetik. Der eingewechselte Marcel Weiß verwandelte einen berechtigten Strafstoß in der 87. Spielminute zum Endergebnis.

Bericht: WP