1. HERRENHERREN

8.9.2019 SV Hohenlimburg I – TuS Sinsen 05

Fußball-Westfalenligist SV Hohenlimburg 10 trennte sich vom TuS Sinsen mit 0:0. Dabei bewies man aber, dass ein 0:0 durchaus attraktiv sein kann.

Fußball-Westfalenligist SV Hohenlimburg 1910 trennte sich zu Hause vom TuS Sinsen 05 mit 0:0. Dabei bewiesen die Zehner aber, dass ein 0:0 durchaus attraktiv sein kann.

Die Partie war taktisch geprägt und spielerisch auf einem hohen Niveau. Über 90 Minuten hatten die Hohenlimburger gegen den Tabellennachbarn aus Marl leichte Vorteile, ein Dreier wäre nicht unverdient gewesen. Chefcoach Michael Erzen war dementsprechend auch ziemlich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir das Spiel bestimmt und Sinsen hatte vielleicht nur noch 20 Prozent Ballbesitz. Leider haben wir es nicht geschafft, unsere Kontersituationen zu verwandeln. Ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass ein 0:0 völlig in Ordnung ist. Das haben wir erreicht und die Null stand auch.“

Die ersten 20 Minuten waren die Zehner nicht ganz auf der Höhe, kamen nicht gut aus der Kabine. „Da waren wir etwas träge und zu spät da – wie in Trance“, kommentierte Erzen. Danach lief es aber zunehmend besser und die Hohenlimburger erspielten sich drei Möglichkeiten, bei denen es aber an Präzision beim letzten Pass fehlte. Beispielhaft eine Szene in der 30. Minute: Antonio Porrello tankte sich über die Seite durch und brachte den Ball in Richtung Fünfmeterraum, doch sein Bruder Vincenzo verpasste knapp. 180 Sekunden vor der Pause hatte „Toni“ Porrello eine gute Einschussmöglichkeit, doch auf der Torlinie klärte ein Gäste-Akteur in allerletzter Instanz.

Nach 63 Minuten ereignete sich die vermeintlich spielentscheidende Szene: Hohenlimburgs Marcel Weiß trat einen Freistoß von der linken Seite aus 30 Metern Torentfernung in den Strafraum, der Ball rutschte durch und wurde dann von einem Sinser Akteur ins Tor gelenkt. Linienrichter und Union-Berlin-Geschäftsführer Oliver Ruhnert hob allerdings die Fahne, da beim Freistoß ein Spieler der Zehner im Abseits stand und dieser den TuS-Schlussmann behindert haben soll. „Wenn es ein Eigentor ist, spielt Abseits keine Rolle. Das hat Herr Ruhnert aber nicht gesehen, er dachte wohl, dass einer von uns am Ball war. Dadurch wurde uns ein klares Tor aberkannt“, war Michael Erzen noch nach dem Abpfiff etwas sauer. Eine gute Viertelstunde später wurde Vincenzo Porrello im gegnerischen Strafraum von den Beinen geholt, doch die Pfeife von Schiedsrichter Alexander Ernst blieb stumm, er wollte Ballspiel erkannt haben.

Porrello vergibt letzte Chance

Bis zum Ende der regulären Spielzeit passierte nicht mehr viel, doch in der Nachspielzeit hatten die Gastgeber die beste Chance des Spiels. Der eingewechselte Tim Eickelmann brachte von rechts eine scharfe Flanke in den Strafraum, Vincenzo Porrello bekam den Ball perfekt auf die Stirn serviert, doch köpfte aus acht Metern frei stehend rechts vorbei. Es blieb beim 0:0, die Zehner „rutschen“ trotz des Zählers von Platz drei auf Rang vier ab.

SV Hohenlimburg 10: Klur, Höltke, Samet Davulcu, Vincenzo Porrello, Saffet Davulcu, Antonio Porrello, Gottesbüren, Polo (59. Ludwig), Weiß (75. Adbib), Kaya, Jacoby (68. Eickelmann).