19.5.2019 SV Hohenlimburg I – FSV Werdohl

Der Landesliga-Titel ist Hohenlimburg 10 nach dem 4:0 in Werdohl nur noch theoretisch zu nehmen.

Meisterstück vollbracht! Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 hat mit einem 4:0 (2:0)-Erfolg bei der FSV Werdohl das Tor zur Westfalenliga endgültig aufgestoßen. Rein rechnerisch ist das Team von Chefcoach Michael Erzen noch nicht über die Ziellinie. Doch am letzten Spieltag im Heimspiel gegen den BSV Menden in der kommenden Woche haben die Zehner drei Zähler und zwölf Tore Vorsprung vor dem Zweitplatzierten FSV Gerlingen. „Das Ding ist zu 99,9 Prozent durch“, ist sich Trainer Michael Erzen sicher.

Die Partie im Riesei-Stadion war während der ersten halben Stunde etwas zerfahren. Bei strömendem Regen konnte keines der beiden Teams spielerisch glänzen. Der Liga-Primus war zwar während der 90 Minuten spielbestimmend, aber spielte sich bis zum 1:0 außer eines Abseitstores von Nick Träptau (17.) keine Chancen heraus. SV-Torhüter Michael Klur musste nach 60 Sekunden die einzig gute Möglichkeit der Gastgeber entschärfen. „Wir wussten, was auf dem Spiel steht, am Anfang waren wir etwas nervös“, sagte Erzen.

In Minute 31 fiel dann aus heiterem Himmel die Führung. Vincenzo Porrello bekam am linken Strafraumeck den Ball vor die Füße und schoss ihn aus 17 Metern unten links in die Ecke. Auch der zweite Zehner-Treffer kam aus der Distanz: Saffet Davulcu machte es Porrello auf der anderen Spielseite gleich, brachte den Ball aus etwa 16 Metern in der unteren rechten Torecke unter (45. +1).

Vier Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Saffet Davulcu auf 3:0, wieder war es ein Distanzschuss. Aus circa 20 Metern zielte er auf die obere rechte Ecke des gegnerischen Kastens und bejubelte postwendend seinen Doppelpack. FSV-Torhüter Alexander Schmale zeigte bei dem Schuss keine gute Figur, war noch mit der linken Hand am Ball. „Auf spielerischem Wege hätten wir heute wohl nicht das erste Tor erzielt, da hatten wir mit den Distanzschüssen etwas Glück“, analysierte Michael Erzen aufrichtig.

Für beide Mannschaften war die Messe nach dem dritten Treffer gelesen. Von den Werdohlern kam nicht mehr viel, die Hohenlimburger spielten ihren Stiefel herunter und versuchten, zu kontern. Einige Chancen wurden noch liegen gelassen, etwa durch Toni Porrello (77.), Stylianos Mouratidis (80.) oder Vincenzo Porrello (89.). Der 4:0-Endstand war Chefsache: Kapitän Danilo Labarile ließ sich aus zwölf Metern Torentfernung nicht lumpen (84.). „Ich freue mich für die Mannschaft, dass wir die Vorentscheidung erzielen konnten. Nächsten Sonntag müsste es mit dem Teufel zu gehen, wenn wir das nicht über die Bühne bringen“, so Michael Erzen.

SV Hohenlimburg 10: Klur, Nezir, Kauermann, Samet Davulcu (76. Avdullahu), Vincenzo Porrello, Saffet Davulcu, Toni Porrello, Schakat, Weiß (63. Mouratidis), Träptau (58. Höltke), Labarile.

Bericht:  Fabian Sommer WP