12.5.2019 SV Hohenlimburg I – FSV Gerlingen

Nach dem 1:0-Sieg gegen Gerlingen im Spitzenspiel fehlt Hohenlimburg 10 nur noch ein Sieg zum Westfalenliga-Aufstieg. SSV und Wetter verlieren

Bis zum enthemmten Feiern mussten sich die Gastgeber etwas gedulden. Um 15.02 Uhr war das Gipfeltreffen der Fußball-Landesliga zwischen dem SV Hohenlimburg 10 und dem FSV Gerlingen angepfiffen worden, erst um 17.05 Uhr beendete Schiedsrichter Marvin Wessels es. Er hatte die Zehner lange um ihren 1:0 (0:0)-Sieg zittern lassen, auch wegen eines umstrittenen Foulelfmeters um kurz vor fünf. Dank Torwart Alexander Klur, der den Schuss von Marcel Laube glänzend parierte, überstanden die Hohenlimburger die lange Nachspielzeit unbeschadet. Und sind nun nur noch einen Sieg von der Westfalenliga entfernt. „So steigt man auf“, zeigte sich Zehner-Kapitän Danilo Labarile überzeugt und befand mit Blick auf die 500 Zuschauer im Kirchenberg-Stadion: „Das war ein echtes Spitzenspiel – und hat riesig Spaß gemacht.“

Für die erste Hälfte galt das nur bedingt, beide Teams agierten übernervös und leisteten sich reichlich Stolperer. Für die erste richtige Torchance dauerte es bis zur 35. Minute, als Antonio Porrello den Ball zu Bruder Vincenzo lupfte, der allerdings Gerlingens Keeper Marius Grebe anschoss. Kurz vor der Pause scheiterte der Torjäger der Zehner erneut am Gäste-Keeper, ehe die Hohenlimburger bange Minuten überstehen mussten. Gerlingens Lukas Rademacher hatte SV10-Torhüter Klur mit gestrecktem Bein am Knöchel verletzt, dieser konnte aber nach längerer Behandlung weiterspielen.

Die zweite Hälfte begannen die Gastgeber zielstrebiger, schon nach einer Minute verpasste Vincenzo Porrello eine weite Flanke von Saffet Davulcu nur knapp. Besser machte er es in der 60. Minute. Jan Kauermann schleuderte einen seiner weiten Einwürfe in den Strafraum, Grebe kam zu spät aus seinem Tor, Vincenzo Porrello nutzte das per Kopf zur umjubelten Hohenlimburger Führung. Nun wurde die Partie giftiger, das rustikale Einsteigen einiger Gerlinger ahndete der Referee aber eher nachlässig. Klare Chancen erarbeiteten sich weiter nur die Zehner bei ihren Kontern, doch Saffet Davulcu (68.), Stylianos Mouratidis (82.) und erneut Davulcu (90.), der über das leere Tor schoss, vergaben.

Nezir kratzt Ball von der Linie

Kurz zuvor hatte sich Vincenzo Porrello eine Platzwunde zugezogen, musste nach längerer Behandlung vom Feld. Und in der deshalb verlängerten Nachspielzeit mussten die Gastgeber noch gewaltig zittern. Weil Wessels, der zuvor den Kamikaze-Sprung eines Gerlingers übersah, nach Gewühl im Strafrum überraschend auf Elfmeter entschied. Doch Klur parierte. Und als der Torhüter wenig später schon geschlagen war, kratzte Rezep Nezir den Ball noch von der Linie. Dann konnten die Zehner endlich feiern, sie führen jetzt mit drei Punkten Vorsprung. „Jetzt haben wir zwei Matchbälle, von denen wir einen verwandeln müssen“, sagte Trainer Michael Erzen, nach zweistündigem Drama reichlich heiser: „Wenn wir das jetzt noch verspielen, sind wir selber Schuld.“

SV Hohenlimburg 10: Klur; Nezir, Kauermann, Samet Davulcu (90. +3 Mushaba), Vincenzo Porrello, Saffet Davulcu (73. Träptau), Antonio Porrello (84. Höltke), Schakat, Mouratidis, Weiß, Labarile.

Bericht: Axel Gaiser WP