2.12.2018 SV Hohenlimburg I – VfL Bad Berleburg

Torloses Remis ist folgerichtiges Resultat zwischen VfL Bad Berleburg und SV Hohenlimburg. Negativ-Serie von fünf Niederlagen in Folge gestoppt.

Nur etwa 60 Zuschauer hatten gestern den Weg zum Landesliga-Fußballspiel zwischen dem VfL Bad Berleburg und dem SV Hohenlimburg gefunden. Für sie entpuppte sich die Partie als Enttäuschung. Es war eine wahre Nullnummer bei strömendem Regen und kein Spiel auf Landesliganiveau.

Dabei gingen beide Mannschaften mit hohen Erwartungen in die Partie. Die Berleburger Elf wollte ihre Niederlagen-Serie beenden und sich wieder klarer von der Abstiegszone distanzieren – dieses Ziel erreichte sie zumindest teilweise. Auch der SV Hohenlimburg, der zu Anfang der Saison nicht den Eindruck erweckte, einen Mittelfeldplatz belegen zu wollen, stand unter Zugzwang.

Hohenlimburg doppelt im Alu-Pech

Von alledem merkte man in der ersten Hälfte indes wenig. Beide Mannschaften spielten hektischen Fußball und ließen hier und da mal ein paar sehenswerte Kombinationen aufblitzen, die aber nicht in Tore umgemünzt wurden. Zumindest nah dran war Hohenlimburg mit zwei Lattentreffern.

Das war es dann aber auch mit Höhepunkten in einem Spiel, das äußerst zerfahren und von Reklamationen geprägt war. Schiedsrichter Oguzhan Gülacan war nicht der Auslöser, sondern vielmehr bemüht, Spieler als auch Fans zu besänftigen und den Spielfluss zu wahren. Dies gelang ihm trotz souveräner Leistung nicht immer.

Positiv könnte man es so formulieren: Auch in der zweiten Halbzeit verteidigten beide Mannschaften solide und ließen nichts zu. Lange blieb das Spiel ohne zwingende Chancen oder Höhepunkte. Mit zunehmender Spiellänge wurde das Spiel zerfahrener und lauter.

Martin Uvira, Trainer des VfL, stellte in der Pause auf eine Viererkette um. Dies brachte mehr Sicherheit in das Abwehrverhalten der Berleburger, die kaum noch etwas zuließen, offensiv mit vielen langen Bällen jedoch harmlos blieben. Ein Abschluss von Benedikt Schneider war zehn Minuten vor Spielende der erste Torschuss des VfL.

VfL-Trainer Martin Uvira fehlten die personellen Alternativen, um von außen Akzente zu setzen. Er wechselte nur einmal: Yannik Lückel machte in der 88. Minute Platz für Mahmood Omar, der noch die Chance zum Siegtor hatte. Hohenlimburgs Schlussmann Alexander Klur war aber auf dem Posten.
Schlichtende Kräfte notwendig

„Du kannst das Spiel auch verlieren, aber wir nehmen einen Punkt mit. Gerade gegen so gute Gegner kann man unserer Mannschaft nichts vorwerfen“, war Uvira froh, das Remis gerettet zu haben.

Während er seine Analyse formulierte, setzten sich auf dem Weg zu den Kabinen die Unruhen aus dem Spiel in Form stetiger Provokationen – auch seitens Zuschauer beider Lager – und eines leichten Handgemenges fort. Beide Vereine bekleckerten sich dabei nicht gerade mit Ruhm, wenngleich die schlichtenden Kräfte auf beiden Seiten die Oberhand behielten.

Bericht: Paul Jannik Bald WP