28.10.2018 SV Hohenlimburg I – SpVg Olpe

Die Zutaten ergaben aus Sicht der SpVg Olpe einen rundum tristen Fußball-Nachmittag im Kirchenbergstadion.

Grauer Himmel, miserabler Acker, 100 Zuschauer – wohlwollend aufgerundet. Und dann die 0:1 (0:0)-Niederlage beim SV Hohenlimburg 10 nach einem Landesliga-Fußballspiel, das aber auch so gar nichts für Fußball-Ästheten war.

Da ist es fast überflüssig zu erwähnen, dass das Gegentor in seiner Entstehung zum Haareraufen war. Von SpVg-Torwart Gottlieb Vogel aus gelangte die Kugel in der 73. Minute zu Vicenzo Porrello, der spielte zwei Olper Abwehrleute im Strafraum aus und vollstreckte zum 1:0.

Anzeige

„Wir hatten die Möglichkeit, das Ding zwei Mal zu verteidigen,“ blickte Olpes Trainer Thomas Hütte auf diese entscheidende Szene zurück, „wir habens’s halt nicht hinbekommen. Aber,“ so fügte er hinzu, „das Tor lag auch in der Luft, denn wir haben dann doch viele, viele Geschenke gemacht in Form von Balleroberungen für den Gegner. Und irgendwann kannst du das dann nicht mehr verteidigen.“

Abwehrkette steht stabil

Das hatte sich in der ersten und bis in die zweite Halbzeit hinein nicht abgezeichnet. Da ließ die Kreuzberg-Elf nichts zu, verteidigte, wieder mit Sandro Steglich nach Gelbsperre in der Innenverteidigung, exzellent.

Je mehr die Partie fortschritt, je besser sich die Olper auf die Verhältnisse und den Gegner eingestellt hatten, durften sie vom Punktgewinn träumen, der angesichts ihrer enormen Personal-Engpässe schon ein Erfolg gewesen wäre. Und er wäre drin gewesen. 17 Minuten fehlten. Hätten die Hohenlimburger nicht getroffen, hätten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter aufgemacht und den Olpern mehr Räume eröffnet.

Zwar hätten die Kreisstädter gern den Schwung vom 3:1-Sieg gegen Erlinghausen mitgenommen, doch standen diesem Ziel auch Hindernisse im Weg, die sie nicht beeinflussen können: Verletzte und angeschlagene Spieler. „Dienstag haben wir mit zehn Mann trainiert, Donnerstag und Freitag war es ähnlich,“ berichtete Thomas Hütte, „da kannst du die Formkurve nicht so hoch halten wie du es gern möchtest.“

Dennoch war den Olpern in Hohenlimburg zunächst die Außenseiterrolle nicht anzusehen. Sie lieferten ein gutes Spiel ab. Einziges Manko: Viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Durch sie brachte sich die Spielvereinigung, wenn sie ein ums andere Mal mit starken Balleroberungen glänzte und vielversprechend in der gegnerischen Spielfeldhälfte unterwegs war, um die zwingende Torchance. Der letzte Pass in die entscheidende Zone blieb allzu häufig beim Gegner hängen.

Den Rasen mochte der Trainer Thomas Hütte freilich nicht als Ausrede für die Niederlage hernehmen. „Nein, daran hat es nicht gelegen, dass wir verloren haben.“ Fakt ist aber auch: Der Qualität der Partie war der Naturrasen nicht zuträglich. „Er war bespielbar,“ meinte Thomas Hütte vielsagend.

Was übrigens die Gastgeber genau so sahen. Alexander Klur, SV 10-Torwart verriet: „Wir wollten auch lieber auf dem Kunstrasen spielen, haben aber keine Genehmigung gekriegt.“

Bericht: Lothar Linke WP