3.10.2018 Frauen I – SpVgg Horsthausen (Verbandspokal)

Pokalspiel Frauen Verbandspokal am 3.10.2018 SpVgg Horsthausen – SV Hohenlimburg (2:0) (4:4) 10:9 n.E. 

Pokalkrimi im Ruhrgebiet. 

In Runde 2 des Pokals mussten die 10er Frauen heute ins Herzen vom Ruhrgebiet zur SpVgg Horsthausen. 

Die Landesligisten machen von Anfang an Druck und sind bissig und aggressiv im Zweikampf. Die Gäste aus Hohenlimburg jedoch bleiben cool und nutzen ihre technischen Mittel um dann aus dem Mittelfeld heraus zu kontern. Die SpVgg versucht früh das Spiel der Zehner zu stören, richtig gefährlich wird es jedoch dank der guten Abwehrarbeit unseres Teams nicht. Dennoch ergibt sich auf Seiten der Gastgeberinnen in der 18. Minute so etwas wie eine Chance als eine Stürmerin im 16er vor Torfrau Pia Holtmann auftaucht, die nimmt jedoch das Spielgerät sicher in Empfang . In dieser Phase ist Hohenlimburg zu lässig und muss aufmerksamer sein, denn kaum ist ein verunglückter Angriff über unseren rechten Flüge verpufft, gelangt ein langer Ball auf eine Spitze der SpVgg. Die schiebt das Leder ohne Mühe zum 1:0 in der 23. Minute an der chancenlosen Hohenlimburger Torfrau vorbei in die Maschen. Auch danach sieht es zunächst so aus als würde Horsthausen die Führung weiter ausbauen. Ballverluste und Fehlpässe auf Seiten der Gäste, spiegeln die Unsicherheit nach dem Rückstand wieder. Kann sich die Mannschaft von Trainer Christian Sauer noch in Szene setzen? Gegen Ende des ersten Durchgang fängt sich die Mannschaft und entscheidet auch wieder mehr Zweikämpfe für sich. Dann gelangt der Ball erneut vor die Füße der SpVgg.

 

Aus mittlerer Position der eigenen Hälfte spielt Horsthausen einen langen Ball auf die linke Seite, der Ball wird ins Zentrum gepasst und dort zur 2:0 Führung der SpVgg verwandelt. Kleiner Schönheitsfehler bei diesem Treffer, dass die linke Offensivspielerin der Hernerinnen klar im Abseits steht, der Treffer hätte nicht zählen dürfen.

Bislang konnten sich die Hohenlimburgerinnen gegen die Tabellenführer der Landesliga Staffel 2 kaum in Szene setzen. Durchgang zwei muss eine Wendung bringen falls man noch weiterkommen möchte.

 

Tatsächlich kommt das Team komplett verwandelt us der Kabine und kurz nach der Pause tatsächlich zum Anschlusstreffer. Sabrina Höhle setzt sich über rechts gegen ihre Aufpasserin durch und befördert den Ball in der 48. Minute zum 2:1 in die Maschen. Kurz darauf klingelt es ein weiteres Mal im Kasten der Gastgeberinnen als Janine Wiechel das Spielgerät zunächst an die Latte köpft und der Ball dann vor die Füße von Cennet Ipek fällt. Diese stellt in der 51. Minute den Ausgleich für Hohenlimburg her. Doch damit nicht genug. Wie im Rausch spielen nun die Zehner Frauen. So kommt Jaqueline Hengstenberg zu einem Torschuss den die Torfrau zunächst abklatscht. Aber Pascale Kampczyk ist zur Stelle und bringt Hohenlimburg in der 53. Spielminute mit dem 2:3 in Führung. Nun ist die Partie fast schon überraschend gedreht und trotz heftiger Gegenwehr scheinen zunächst nur noch die Zehner Frauen das Spiel zu machen. Doch die Gastgeberinnen scheinen ein weiteres mal aufgewacht zu sein und es beginnt um die 70. Spielminute ein Powerplay auf das Hohenlimburger Tor. Doch mit etwas Glück und dem nötigen Selbstvertrauen, können sich die 10er Frauen befreien. Dann geht es schnell über Sabrina Höhle. Diese flankt auf Janine Wiechel die den Ball per Kopf auf das Tor lenkt. Die Horsthausener Torfrau lässt das Spielgerät erneut abklatschen und ein weiteres mal ist Cennet Ipek zur Stelle. So baut Hohenlimburg die Führung in der 73. Minute zum komfortabelen 2:4 aus. Jetzt stellt sich bei dem Hagener Team auf und neben dem Platz Erleichterung ein und die Zehner Frauen spielen wesentlich befreiter.

 

Dann macht Hohenlimburg es noch einmal spannend als nach einer Flanke eine Stürmerin frei vor Pia zum Schuss kommt, Pia bekommt mit einem tollen Reflex die Hnd zwar noch an den Ball, aber dieser springt unglücklich, in der 87. Minute  ins Tor. Auch hier ein kleiner Schönheitsfehler, da der Ball vor der Flanke bereits im Toraus war und auch dieser Treffer nicht hätte zählen dürfen.

 

Horsthausen wirft nun alles nach vorn, Pech dass Linda Hass kurz darauf einen Schuss an die Latte setzt.

 

Der Schiedsrichter gewährt dann eine doch recht großzügige Nachspielzeit von 5 Minuten. Bereits nach Ablauf dieser 5 Minuten kommt es im Strafraum zu einem Kontakt zwischen Diana Ribicic und einer Spielerin des Gastgebers, den diese auch dankbar annimmt und zu Boden geht. Den Elfmeter kann man geben, aber die rote Karte für Diana ist sicherlich überzogen, da sich noch 2 unserer Spielerinnen vor der Spielerin Horsthausens befanden. Eiskalt verwandelt die Schützin der Gastgeberinnen das Tor vom Elfmeterpunkt zum 4:4. Danach wird es kurz turbulent, doch dann pfeifft der Schiedsrichter 9 Minuten nach Ablauf der regulären Spielzeit ab.

 

Nun kommt es noch zu einer interessanten Situation, da den Schiedsrichter die Information, dass im Westfalenpokal das Elfmeterschießen direkt nach Ablauf der regulären Spielzeit erfolgt, offensichtlich nicht erreicht hat und er die Verlängerung um zwei Mal 15 Minuten spielen lassen will. Erst nach unserem Protest und telefonischer Nachfrage beim Staffelleiter kommt es dann doch drekt zum Elfmeterschiessen.

 

Hier verwandeln die ersten 5 Schützinnen der Teams jeweils sicher. Die sechste Schützin Horsthausens setzen den Ball aber über das Tor und Janine Wiechel bleibt es dann vorbehalten uns ins Viertelfinale zu schießen.

 

5:4

Annika Walter 5:5

6:5

Maike Eberswaldeloh 6:6

7:6

Meltem Coscan 7:7

8:7

Linda Hass 8:8

9:8

Pasquale Kampzcyk 9:9

9:9

Janine Wiechel 10:9

Bericht: Uwe Hass