30.9.2018 Frauen I – Arminia Ibbenbüren

Die 10er Frauen müssen sich heute auf den rund 150 Kilometer langen Weg, zur DJK Arminia nach Ibbenbüren machen. Die münsterländischen Westfalenligisten gehen nach vier Siegen und einer Niederlage im vorletzten Spiel, als Favoriten in die Partie. Damit steht der Heimatverein von Nationalspielerin Kerstin Garefrekes in der Liga aktuell auf Platz 3. Das unsere Mannschaft dennoch keinerlei Respekt zeigen sollte, spiegelt sich am besten in der Leistung vom vergangenen Sonntag wieder. Bei dem 5:2 Sieg auf eigenem Rasen konnte man spüren wie der sprichwörtliche Knoten bei den 10er Frauen geplatzt war. Mit diesem Schwung in die aktuelle Begegnung zu gehen und dann vielleicht sogar noch einen Punkt von hier zu entführen, das ist mehr als ein frommer Wunsch oder ein Lippenbekenntnis.

So geht die Mannschaft von Coach Christian Sauer mit Selbstvertrauen in das Spiel und setzt die Gastgeberinnen frei dem Motto: wir haben nichts zu verlieren von Beginn an unter Druck. Die Angriffe laufen schnell über unser Mittelfeld und dann auf Cennet Ipek oder Sabrina Höhle. Verlieren diese den Ball vorne kommt die Arminia mit ihren schnellen Flügelspielerinnen gefährlich nahe in unseren Strafraum. Janine Kunze spielt in der 17 Minute einen guten Pass auf Cennet Ipek, doch Ibbenbüren ist auf Zack und entschleunigt den Angriff der Hagenerinnen. Ab der 25. Minute wird Ibbenbüren stärker und kann einige Torschüsse platzieren, die jedoch sicher in den Armen von Torfrau Julia Glowka landen. Hohenlimburg macht bisher alles richtig. Stören den Spielaufbau der Gegnerinnen früh und versuchen bei Ballgewinn schnell nach vorne zu spielen. Doch in der 30 Minute kommt ein Kullerball auf unser Tor und rutscht Pia Holtmann durch die Hände. 1:0 für die Arminia. Hohenlimburg lässt sich nicht beeindrucken und spielt weiter druckvoll mit. Ein erster Eckball durch Jaqueline Hengstenberg zwar gut platziert kann aber durch die Ibbenbürener Torfrau gehalten werden. In der 40 Minute verletzt sich Pasquale Kampczyk bei einem unglücklichen Zweikampf, das sie zunächst neben dem Platz behandelt werden muss. Bei ihrem erneuten Einsatz, kann sie immerhin eine Ecke für das Team heraus holen. Einige Minuten später ist Halbzeit und die Zehner Frauen machen trotz dem 0:1 ein gutes Spiel, das mehr für die zweite Hälfte verspricht.

Gleich nach Wiederanpfiff haben die 10er Frauen die bislang beste Chance des Spiels als nach einer langen Flanke der Ball bei Sabrina Höhle landet. Diese legt den Ball im 16er quer auf Cennet Ipek. Doch das Spielgerät fliegt über die Querlatte. Aber auch die Ibbenbürenerinnen kommen zu weiteren Chancen und wollen einen Ausbau der knappen Führung. Doch Hohenlimburg arbeitet weiter am Anschlusstreffer und spielt konzentriert. Meltem Koskun prüft in der 66.Minute der DJK Torfrau mit einem flachen Torschuss und eröffnet damit die wohl beste Offensive im bisherigen Spielverlauf für Hohenlimburg. Die 10er Frauen spüren das hier noch was geht und erhöhen den Druck. Dann in der 73. Minute erzielt die Arminia aus Abseits Verdächtiger Position den Treffer zum 2:0. Als kurz darauf Pinar Yildirim, die zuvor schon mit gelb verwarnt wurde erneut, aus Sicht des Schiedsrichters zu hart in den Zweikampf geht mit rot vom Platz gestellt wird, macht sich bei unserem Team trotz der zeitweisen Überlegenheit Ernüchterung breit. Arminia Ibbenbüren dreht jetzt auf und möchte gerne in Überzahl noch nachlegen. Die Zehnerfrauen kommen zwar noch zu weiteren Chancen, doch die Tore schießen die Gastgeberinnen. In der 85. Minute nach einer Ecke zum 3:0. Die Höhe des Ergebnisses spiegelt allerdings nicht die gute engagierte Leistung unseres Teams wieder, denen man höchstens den Vorwurf machen kann hier das ein ums andere mal nervös zu agieren und aus den Chancen zu wenig zu machen.

Aufstellung: 12 Annika Walter, 16 Pascale Kampczyk, 17 Meltem Koskan, 19 Linda Hass, 66 Cennet Ipek, 01 Pia Holtmann, 04 Janine Wiechel, 05 Sabrina Höhle, 44 Julia Glowka, 07 Rabea Körfer, 11 Jaqueline Hengstenberg, 18 Diana Ribicic, 22 Chiara Capritti, 28 Pinar Yildirim. 20 Tania Capobianco.

Bericht: Uwe Hass