9.9.2018 SV Hohenlimburg I – SV Hüsten 09

Der Laie staunt, der Experte wundert sich. Warum nicht gleich so? Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 hat beim 5:1 (3:0)-Erfolg beim SV Hüsten 09 im Stadion „Große Wiese“ eine deutliche Reaktion gezeigt.

 

„Wir haben unser Spielssystem geändert und auf einigen Positionen umgestellt“, so Michael Erzen in seiner Analyse nach dem Abpfiff. Mit der Spielweise, erst abzuwarten und dann die entscheidenden Nadelstiche zu setzen, kam Hüsten überhaupt nicht zurecht. Die Platzherren hatten in den ersten 45 Minuten nicht eine zwingende Torszene.

Positionen gehalten

„Die erste Halbzeit war die disziplinierteste Halbzeit, die ich je gesehen habe“, lobte Michael Erzen seine Mannen. Im ersten Abschnitt hat jeder Spieler seine Position gehalten. „Aufgrund von Verletzungen mussten wir nach der Pause anders wechseln, als ich das eigentlich wollte.“ Ein kleines Lob bekam Jonas Schilling, der zwischen den Pfosten den Vorzug vor Dominic Sousa da Costa bekam. „Es war sein erster Einsatz, und er konnte sich gleich zwei-, dreimal auszeichnen.“

In Minute 19 hatten die Zehner lang genug „abgewartet“ – Vincenzo Porrello stand in der Mitte goldrichtig, grätschte die Kugel zum 1:0 in die Maschen.

Das war der erste Streich, der zweite folgte sogleich. In der 33. Minute reklamierten die Arnsberger auf Strafstoß, aber Thomas Ludwig spielte klar den Ball. Die allgemeine Unruhe nutzten die Gäste – Daniel Wanderer schickte Vincenzo Porrello lang, und der schloss zum 2:0 ab

Vier Minuten später sah der Hüstener Giovanni Cannata „Rot“. Er wusste sich nur mit einer „Schwitzkasten-Notbremse“ zu helfen, ansonsten wäre Saffet Davulcu vogelfrei auf das gegnerische Tor zugestürmt. 60 Sekunden später verlängerte Thomas Ludwig einen Eckstoß auf Vincenzo Porrello, der mit dem 3:0 den lupenreinen Hattrick perfekt machte.

Spiel auf ein Tor

Auch nach der Pause drückten die Hohenlimburger weiter auf das Arnsberger Tor. Saffet Davulcu versuchte es mehrmals aus der Distanz, auch Vincenzo Porrello hatte einige Gelegenheiten zu seinem vierten Treffer. Gejubelt werden durfte erst wieder in der 71. Minute – Blendar Avdullahus Flanke erreichte genau den Schädel von Armend Krasniqi, der das Leder am zweiten Pfosten zum 4:0 einnickte.

Sechs Minuten später passierte ein kleiner Schönheitsfehler, Steffen Kern vollendete einen Konter zum 1:4. Aber in der 87. Minute stellte Daniel Wanderer nach Vorarbeit von Armend Krasniqi und Toni Porrello den alten Abstand wieder her. Und dass es bei vier Toren Unterschied geblieben ist, war einer Parade von Jonas Schilling zu verdanken (89.).

Statistik

SV 10: Schilling, Wanderer, Kauermann, A. Porrello, Davulcu, V. Porrello, Weiß (72. Bank), Ludwig, Labarile (67. Avdullahu), Özalp (64. Krasniqi), Eckhoff.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Vincenzo Porrello (19., 33., 38.), 0:4 Armend Krasniqi (71.), 1:4 Steffen Kern (77.), 1:5 Daniel Wanderer (87.).

Bericht: Lutz Risse WP