Der SV Hohenlimburg10 hat den Aufstieg als Ziel festgelegt

Bereits jetzt schwitzen die Landesliga-Fußballer des SV Hohenlimburg 1910. Trainer Michael Erzen hat seiner Mannschaft, die sich im Umbruch befindet, einen Trainingsplan erarbeitet, der die Spieler im individuellen Training seit letzter Woche Montag fordert. Ab dem 3. Juli geht es dann in das gemeinsame Training im Kirchenbergstadion.

Sieben Abgängen stehen ebenso viele Zugänge gegenüber (wir berichteten). „Geplant war das so nicht. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass wir drei oder vier neue Spieler holen“, erklärt Erzen und begründet die nun doch höhere Anzahl an Neulingen im Kader: „Durch die Abgänge von Christian Antwi-Adjej und Sinan Hajra waren wir dann aber gezwungen, nochmal nachzulegen.“ Antwi-Adjej zieht es bekanntlich zum Oberligisten TSG Sprockhövel. „Ich gönne ihm diese Chance in der Oberliga. Es ist verständlich, dass er diesen Schritt geht“, freut sich Erzen auch für seinen ehemaligen Spieler. Bei Sinan Hajra ist die Lage etwas anders. „Bei Sinan war es so, dass die Vorstellungen von Spieler und Verein nicht mehr zusammengepasst haben. Sinan will kürzer treten, weil er einen neuen Job antreten wird. Da war klar, dass er nicht mehr in vollem Umfang trainieren kann. Für ihn und seine Familie ist dieser Job jedoch wichtig, weshalb ich auch seinen Schritt voll verstehen kann.“

Junge Mannschaft mit viel Qualität

Doch auch nach den Abgängen von Leistungsträgern ist Michael Erzen nicht Bange um die Zukunft seiner Mannschaft. „Wir haben nun eine sehr junge Mannschaft. Wir sind aber qualitativ und auch in der Breite sehr gut aufgestellt.“ Damit sich das auch in der neuen Saison widerspiegelt, müssen die Spieler seit letzter Woche Montag fünf Mal pro Woche eigenständig ein von Erzen ausgearbeitetes Programm absolvieren. „Anschließend, wenn die Jungs das Programm durchgezogen haben, sollten zwei Läufe pro Woche reichen. Den Rest der Trainingseinheiten können wir dann mit dem Ball arbeiten“, verrät Erzen seinen groben Vorbereitungsplan.

Nachdem man in der vergangenen Saison 45 Gegentreffer kassiert hat, will man in der neuen Saison im Defensivbereich deutlich besser stehen. Allerdings stört Erzen nicht die Anzahl der kassierten Tore an sich. „Wir haben einfach zu viele leichte Tore kassiert. Ungefähr jeder sechste Ball, der in unseren Strafraum geschlagen wurde, wurde für uns gefährlich. Da müssen wir einfach besser werden.“

Platz drei genügt Erzen nicht

Noch deutlicher formuliert Erzen das Saisonziel, welches er sich mit seiner Mannschaft gesteckt hat. „Wir wollen unter die Top-Zwei. Klar haben wir in der letzten Saison richtig gut gespielt, aber wir wollen konstanter werden und auch in den Spielen gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften keine Punkte liegen lassen. Der dritte Platz wäre mir in der neuen Saison nicht genug.“

Damit seine Mannschaft das nötige Niveau erreicht, hat Erzen in der Vorbereitung auch einige Höhepunkte parat. So wird man beispielsweise gegen den Oberligisten TSG Sprockhövel spielen. Außerdem wird man gegen die U19 des Hombrucher SV testen und als abschließenden Test konnte man den Westfalenligisten SC Neheim für ein Spiel gewinnen. „Da weiß man dann, wo man steht.“

Bericht: WP