Frauen des SV Hohenlimburg 1910 in der Westfalenliga

Die Frauen- und Mädchen-Abteilung des SV Hohenlimburg 1910 leistet grandiose Arbeit und darf nun schon den zweiten Aufstieg feiern.

Um 14.56 Uhr pfiff Schiedsrichter Akar Yagmur am Sonntagnachmittag die Landesliga-Partie der Fußballerinnen des SV Hohenlimburg 1910 gegen Eintracht Dorstfeld ab – Ersatzspielerinnen, Trainer, Betreuer und die Kreisliga-Reserve stürmten auf den Kunstrasen. Zwischen Feuerwerk und Sektduschen kannte die Freude keine Grenzen mehr: das Team von Cheftrainer Christian Sauer und „Co“-Bruder Sebastian feierte die Meisterschaft und somit den Aufstieg in die Westfalenliga.

 

„Es ist verdient – keiner hat öfter gewonnen als wir“, sagte ein mit Bier und Sekt begossener Christian Sauer nach der Partie. „Ich freue mich total, dass sich die Mannschaft dafür belohnt hat. Niemand hat damit gerechnet, das ist unglaublich“, so der Übungsleiter weiter. Sein Team beendete die Spielzeit mit 63 Zählern und einem Torverhältnis von 68:26. Der Abstand auf die zweitplatzierte SpVgg Horsthausen betrug letztendlich drei Punkte.

Triple-Sieger

Durch den Sieg bei der Hagener Hallenkreismeisterschaft und im Kreispokal gelang ihnen also das Triple. Das Kreispokalfinale war eigentlich für den kommenden Sonntag angesetzt, allerdings sagte Westfalia Hagen aufgrund Spielermangels bereits ab. „Das ist nicht nur sportlich schade, auch gehen beiden Vereinen dadurch Einnahmen flöten“, sagte Frauen-Geschäftsführer Frank Kunze.

Preußner verteilt Nadeln

Vereinsvorsitzender Bernd Preußner betitelte die Meisterschaft als „ein wahnsinniger, herausragender Erfolg der Frauenabteilung“. Zwei Wochen zuvor feierte nämlich die Reserve die Meisterschaft in der Kreisliga und dadurch den Aufstieg in die Bezirksliga. Preußner ließ es sich nicht nehmen, auch die Macher des Erfolges zu adressieren: „Der Erfolg ist in erster Linie der guten Arbeit des Vorstands der Frauen- und Mädchenabteilung um Torsten Hesse, Frank Kunze und Thomas Gebauer zu verdanken, die seit Jahren hervorragende Arbeit leisten“. Gebauer und Kunze erhielten von Preußner und Vorstandskollege Hans-Werner Hartung die silberne Verdienstnadel für zehn Jahre Vereinsarbeit. Torsten Hesse, der seit 1999 für den Verein tätig ist, erhielt sogar Gold.

„Wenn es in allen Abteilungen so rund laufen würde wie bei den Frauen, wäre Friede, Freude, Eierkuchen beim SV Hohenlimburg“, fuhr Bernd Preußner fort. Auch lobte er das tolle Miteinander der Frauen: „Die Mädels haben eine tolle Kameradschaft und verstehen es, zu feiern. Wir können nur hoffen, dass alle bei der Stange bleiben und in der Westfalenliga eine gute Rolle spielen“. Ebenfalls wurde Devin Kunze, Trainer der „Zweiten“, sowie seine Spielführerin Selina Quirin und die der Ersten, Sina Kunze, geehrt.

Saskia Biel und ihr Glücksbringer

Trainer Christian Sauer und Spielerin Saskia Biel erzählten am Rande der Feierlichkeiten eine nette Anekdote: am sechsten Spieltag reisten die Zehnerinnen für ein Auswärtsspiel ins tiefe Sauerland zum FC Finnentrop. Vor der Partie fand Saskia Biel ein Geldstück und betitelte dieses als „Glückscent“. Seitdem hat sie ihn wie ihren Augapfel behütet, und siehe da – er brachte tatsächlich Glück. Seit diesem Spiel standen die Mädels unangefochten auf Platz eins der Tabelle.

Bericht: Fabian Sommer WP