27.5.2018 SV Hohenlimburg I – RSV Meinerzhagen

Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 sicherte sich den dritten Platz – trotz einer 0:3-Niederlage beim RSV Meinerzhagen.

„Wir haben so gerade noch den Kopf aus der Schlinge gezogen.“ So lautete das Fazit von Marc Becker, Co-Trainer des Fußball-Landesligisten SV Hohenlimburg 1910, nach der 0:3 (0:0)-Niederlage beim Meister und Aufsteiger RSV Meinerzhagen.

 

Bereits am Samstag hat die FSV Werdohl gegen TuS Erndtebrück II mit 3:0 gewonnen. Das bedeutete im Umkehrschluss, dass sich die Zehner eine Niederlage mit drei Toren Unterschied erlauben durften, um den dritten Platz nicht zu verlieren. Wie sagt man so schön? Punktlandung! Hohenlimburg und Werdohl haben die gleiche Anzahl an Punkten, auch die Tordifferenz (+25) ist gleich. Aber die Zehner haben zwei Tore mehr auf der Habenseite als die FSV.

Erste Halbzeit ebenbürtig

„Wir waren in der ersten Halbzeit absolut ebenbürtig“, sagt Marc Becker. „Dann hatten wir das 1:0 auf dem Fuß, den hätte Christian eigentlich machen müssen.“ Gemeint war der Hochkaräter von Christian Antwi-Adjej, der nach Vorarbeit von Samet Davulcu noch RSV-Keeper Nils Langwald als Gegner vor sich hatte. Dieser parierte aber klasse. „Danach haben wir nach einem individuellen Fehler das Gegentor kassiert.“

Marc Becker und sein Chef Michael Erzen sind mit dem Resultat in der Tabelle am Ende zufrieden. „Die Jungs können stolz auf sich sein. Wir sind es auch“, so der Co-Trainer. „Jetzt freuen wir uns auf den Urlaub. In der Pause haben jetzt alle Gelegenheit, die Köpfe wieder frei zu kriegen.“

Nur wenig Torszenen

Torszenen gab es in der ersten Halbzeit wenige, beide Teams standen gut gestaffelt und ließen wenig zu. Zweimal war SV 1910-Torwart Alexander Klur gegen den Ex-Zehner Nik Kunkel zur Stelle – obwohl er nach wenigen Minuten über muskuläre Probleme klagte, sich die komplette Halbzeitpause behandeln lassen musste. Ein Flugkopfball war eine sichere Beute, in der Nachspielzeit des ersten Abschnittes spitzelte er Nik Kunkel die Kugel im Herauslaufen vor den Fußspitzen weg. Einen Aufreger gab es in Minute 28, als nach einem Einsatz von Nils Langwald Samet Davulcu im RSV-Strafraum zu Fall kam. Aber die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.

Nach der guten Tormöglichkeit von Christian Antwi-Adjej (52.) – der wechselt übrigens kommende Saison zum Oberligisten TSG Sprockhövel – bewahrte Klur sein Team erneut vor einem Rückstand. Andreas Spais stand mit der Kugel am zweiten Pfosten blank, aber der Einsatz des Zehner Torwartes kam noch rechtzeitig.

Danach war Alexander Klur jedoch machtlos – zumal die Kräfte seiner Vorderleute immer mehr schwanden. Mit Okan Leifels stand nur ein einziger Auswechselspieler zur Verfügung. Nik Kunkel schloss einen Konter zur Führung ab (65.), Hakan Aktas stellte per Doppelschlag den Endstand her (77./83.).

Statistik

SV 10: Klur, Nezir (69. Leifels), Kauermann, Imeri, Hajra, Saf. Davulcu, Rösner, Antwi-Adjej, Ludwig, Labarile, Sam. Davulcu.

Schiedsrichter: Florian Schreiber (Siegen). Tore: 0:1 Nik Kunkel (65.), 0:2 Hakan Aktas (77.), 0:3 Hakan Aktas (83.).

Gelbe Karten: RSV (2), SV (1). Zuschauer: 221.