6.5.2018 SV Hohenlimburg I – FSV Gerlingen

Eigentlich ist der Spielverlauf schon fast abzusehen. Gegen Mannschaften im unteren Tabellendrittel tut sich Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 immer schwer. So war es auch beim FSV Gerlingen auf der dortigen Sportanlage. Am Ende jedoch ließen die Zehner nichts anbrennen, in der Schlussphase sicherten sie den 4:1 (1:0)-Triumph.

Es wird wieder eng im Tabellenkeller, denn dort sind jetzt auch die Gerlinger nach ihrer Heimpleite hineingerutscht. Der SV Hüsten überraschte ein wenig mit dem 2:1 gegen Dröschede, so dass im Abstiegskampf wieder für mächtig Spannung gesorgt ist. Oben scheint alles gelaufen, denn auch der SSV Hagen tat den Zehnern keinen Gefallen. Sie reisten gerade einmal mit sieben Spielern zum FC Lennestadt und brachen die Partie zur Pause ab.

Sofort Zugriff auf die Partie

Die Zehner bekamen sofort nach dem Anpfiff Zugriff auf die Begegnung und erarbeiteten sich Chancen. „Leider mussten wir wieder sehr lange auf die Führung warten“, so SV 1910-Cheftrainer Michael Erzen, der an der Linie langsam aber sicher Herzprobleme bekommt. Fünf hochkarätige Chancen ließen sie in der ersten Halbzeit liegen. Von Gerlingen kam nur wenig, sie stellten sich hinten rein und rührten Beton an. Die Elf von Paul-Heinz Brüser war nur auf Schadensbegrenzung aus.

In Minute 36 dann endlich der Dosenöffner aus Sicht des SV Hohenlimburg 1910. Die Gäste spielten über die rechte Seite einen gut kombinierten Angriff heraus, die Flanke klatschte an die Hand eines FSV-Akteurs. Schiedsrichter Roland Kreuz zögerte nicht eine Sekunde und deutete auf den Punkt. Vincenzo Porrello trat an und verwandelte zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt zum 1:0 für den SV Hohenlimburg 1910.

In Halbzeit zwei war das Spiel mit etwa dem gleichen Bild geprägt. Mitte des Abschnittes gelang Gerlingen ein Entlastungsangriff, aber SV 1910-Torwart Alexander Klur brauchte hierbei nicht einzugreifen.

Die Zehner machten viel richtig, versäumten es aber lediglich, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Erst in der 84. Minute war es dann Saffet Davulcu, der das lang ersehnte 2:0 erzielte. Wieder kamen die Zehner über die rechte Seite, der eingewechselte Okan Leifels legte für Davulcu auf, und der ließ sich nicht zweimal bitten.

Matthias Beckmann verkürzt

Aber das sollte noch nicht die Entscheidung sein. Der FSV schoss zum zweiten Mal auf der Tor der Hohenlimburger – und das Leder zappelte im Netz. Matthias Beckmann verkürzte nur 60 Sekunden später per Freistoß auf 1:2.

Jetzt witterte die Brüser-Elf noch einmal Morgenluft. An der Seitenlinie machte sich Michael Erzen selbst warm, um sich einzuwechseln. „Das war nicht vorgesehen, das hatte Zeitgründe“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Doch bevor er den Wechsel vollziehen konnte, war es Vincenzo Porrello mit seinem zweiten Treffer, der zum 3:1 traf. Ein Spiegelbild der Bude von Saffet Davulcu, wieder kamen die Gäste über rechts.

Erzen wechselte sich nun doch noch ein, aber seine Schützlinge sorgten dann in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung. Eine Kombination der Davulcu-Brüder im Strafraum des Gegners war ausschlaggebend, den Abschluss suchte Samet zum 4:1-Endstand .

Am kommenden Donnerstag, 10. Mai (Himmelfahrt), werden im Fußballkreis Hagen eigentlich traditionell die Endspiele im Kreispokal ausgetragen. Da allerdings aufgrund der zahlreichen Spielausfälle verzweifelt ein weiterer Nachholtermin gesucht wurde, entschieden sich die Staffelleiter für den anstehenden Feiertag.

Pokalendspiele verschoben

Die Pokalfinals sind nun auf den Samstag, 2. Juni, verschoben worden. Die Partien finden alle in der Bezirkssportanlage Haspe statt. Heimische Beteiligung des SV Hohenlimburg 1910 gibt es beim Endspiel der Frauen. Die Zehnerinnen treffen um 13 Uhr auf Westfalia Hagen. Das Finale der Männer wird anschließend um 15 Uhr beginnen. SSV Hagen, Ligakonkurrent des SV 1910, spielt gegen TuS Ennepetal. Die Zehner Männer sind bereits in der dritten Runde mit einer 0:1-Niederlage gegen den FSV Gevelsberg ausgeschieden.

Spiel vorgezogen

Der SV Hohenlimburg 1910 hat übrigens sein Nachholspiel vom Himmelfahrtstag auf kommenden Mittwoch, 9. Mai, vorverlegt. Um 19.30 Uhr treten die Schützlinge von Trainer Michael Erzen beim SV Attendorn an (Bezirkssportanlage Wiesbadener Straße).

Die Attendorner stecken mitten im Abstiegskampf und greifen nach dem letzten Strohhalm. Es könnte also eine spannende Partie werden. Die Attendorner um den ehemaligen Hohenlimburger David Heide werden sicherlich alles daran setzen, den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz zu minimieren. Der SV 04 lebt vom Kampf – eine Spielweise, die dem SV 1910 bekanntlich nicht liegt.