19.11.2017 SV Hohenlimburg I – RSV Meinerzhagen

Das war 95 Minuten harter Fight auf dem Kunstrasen im Kirchenbergstadion. Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 zeigte eine kämpferisch starke Leistung und schlug dem Spitzenreiter RSV Meinerzhagen mit dem 1:0 (0:0)-Erfolg ein Schnippchen.

Das war 95 Minuten harter Fight auf dem Kunstrasen im Kirchenbergstadion. Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 zeigte eine kämpferisch starke Leistung und schlug dem Spitzenreiter RSV Meinerzhagen mit dem 1:0 (0:0)-Erfolg ein Schnippchen.

Etwa bis zur 80. Minute waren Torszenen Mangelware, trotz eines hohen Tempos spielte sich viel im Mittelfeld ab. Von daher wäre eine Punkteteilung sogar gerecht gewesen. Aber die Zehner wollten den Sieg einen Tick mehr als der Gegner, und das zeigten sie auch mit Herz und Körpersprache. „Oft belohnen wir uns nicht, heute haben die Jungs das endlich mal getan“, freute sich SV 1910-Coach Michael Erzen. „Wir sind nach einer guten Anfangsphase etwas ins Schwimmen geraten. Das hat den Gegner stark gemacht“, so der Übungsleiter weiter. Aber die Platzherren kamen glänzend aufgelegt aus den Katakomben zurück. Ab der 62. Minute spielte der RSV nur noch zu zehnt, Schiedsrichter Inan Bulut (Herne) schickte Musa Sesay nach einem „Trittversuch“ gegen Saffet Davulcu vorzeitig unter die Dusche. Drei Minuten später war es der erst 19-Jährige Toni Porrello, der das goldene Tor erzielte.

Lob für Jonas Schilling

Auch ein weiteres Jungtalent lieferte eine glänzende Leistung ab. Der erst 18-jährige Torwart Jonas Schilling bekam diesmal den Vorzug vor Jan Deckenhoff. „Er hatte die Lufthoheit. Für seine 18 Jahre hat er das super gemacht“, lobte Michael Erzen.

Die Schaulustigen sahen von Beginn an zwei starke Landesliga-Teams auf dem Feld. Zwei gut gestaffelte Abwehrreihen ließen wenige Möglichkeiten zu. Trotzdem versuchten beide Formationen, das Tempo hochzuhalten, die Zehner störten den Gegner früh. Toni Porrello hatte bereits nach fünf Minuten die Führung auf dem Schlappen, traf nach einem Freistoß von Nik Kunkel nur das Aluminium. Auf der anderen Seite war es Andreas Spais, der Jonas Schilling prüfte, aber der war rechtzeitig mit den Fäusten zur Stelle (29.).

Auch nach Wiederanpfiff schenkten sich beide Mannschaften nichts – „Wer ein Tor schießt, gewinnt auch“, war es aus dem Dunstkreis der Verkaufsbude zu hören. So sollte es im Endeffekt auch sein: Zunächst musste der RSV den Aderlass mit der Roten Karte gegen Sesay verkraften (62.). Drei Minuten später kombinierten Saffet Davulcu und Toni Porrello mustergültig auf der halblinken Seite – letztendlich vollstreckte der Youngster mit einem platzierten flachen Schuss in die linke untere Ecke zum 1:0. Da war der Ex-Hohenlimburger Torwart Dominik Hollmann absolut machtlos.

Jetzt rannte der Liga-Primus noch einmal an, um zumindest einen Zähler aus Hohenlimburg zu entführen. Die größte Gelegenheit hatte er nach einem Eckball in der 81. Minute. Jonas Schilling war geschlagen, die RSV-Trainer Ufuk und Nuri Sahin rissen schon die Arme hoch. Aber SV 1910-Abwehrchef Kai Forin köpfte das Leder so gerade noch an die Querlatte. Den abspringenden Ball schoss Hakan Demir in Richtung Autobahn 46.

Die Schlussphase war dramatisch, die Freiräume ermöglichten noch Konterchancen für die Zehner, aber Vincenzo Porrello (90.) scheiterte an Hollmann, und Nik Kunkel (90.+4) verpasste das Gehäuse nur knapp.

 

Bericht: Lutz Risse WP