8.10.2017 Frauen I – SG Lütgendortmund

3:2 Sieg gegen die SG Lütgendortmund

 

Endlich lichtet sich unser Lazarett und bis auf Buket, Cennet und Julia konnten wir auf einen kompletten Kader zurückgreifen.

 

Sehr verhalten startete die SG ins Spiel und versuchte ihr Spiel ruhig und breit aufzubauen. Tatsächlich lief der Ball auch recht gut, aber auch nicht wirklich lang. Bereits in der zweiten Spielminute wurde ein Fehlpass direkt in den Fuß von Meltem gespielt, gedankenschnell steckte sie direkt auf Nele durch. Frei vor der Torfrau zimmerte Nele den Ball dann unter die Latte, nach 4-wöchiger Verletzungspause ein Einstand nach Maß für Nele und auch für unser Team.

 

Der frühe Gegentreffer verunsicherte den Gegner sichtlich, aber wir versäumten es dann doch entschlossener nachzusetzen. Es mangelte zunächst nicht an aussichtsreichen Situationen, aber es fehlte dann doch am letzten Pass oder an Konsequenz.

Ohne wirklichen Grund verloren wir mehr und mehr an Kontrolle, das Team war nicht mehr kompakt genug und bot zwischen den Ketten zuviel Raum an. So kam Lütgendortmund besser ins Spiel. Zwar waren da jetzt nicht die Großchancen, aber ein gut gespielter Diagonalpass öffnete  unsere Viererkette und der Ausgleich war gefallen ( 37. Minute ).

 

In der Halbzeit wurden genau diese Probleme angesprochen und das Team kam wie verwandelt aus der Kabine.

Der Ball lief nun schnell und genau durch unsere Reihen, immer wieder glückten Anspiele in die Spitze und in die freien Räume auf den Flügeln.

Zunächste verfehlte Neles Schuss nur denkbar knapp das gegnerische Tor, näher kam da schon der Abschluss von Meltem, aber auch sie traf nur den Innenpfosten. Auch Sirka hatte zunächst das Pech dass ihr Schuss von der Strafraumgrenze nur die Unterkante der Latte traf, aber Pascale war dann zur Stelle und konnte mit dem zweiten Versuch diesen Ball verwerten (61. Minute).

 

Nun blieben wir aber entschlossen und ein mustergültiger Angriff führte in der 70. Minute zum 3:1.

Über drei Stationen landete der Ball bei Pascale am linken Flügel, ihre mustergültige Flanke köpfte Meltem ein.

 

Damit hätte das Spiel gelaufen sein sollen, aber nur zwei Minuten nach dem 3:1 mussten wir den Anschlusstreffer hinnehmen. Zugegebenermaßen war die Ecke perfekt geschlagen, so dass die gegnerische Stürmerin am langen Pfosten keine Mühe hatte einzuköpfen.

Dies war dann doch noch der Auftakt zu einer hektischen Schlussphase. Gefühlte Gefahr für uns entstand aber nur nach Standarts.

Die wirklichen Grosschancen blieben aber auch unserer Seite. Pascale wurde nach einem Konter im letzten Moment in Stramraum, evtl. doch ehr elfmeterwürdig, gestoppt. Ein klarer Elfmeter wurde allerdings nach einem Foul im Strafraum an Janine verweigert.

Am Ende bleibt aber doch ein verdienter Sieg nach einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.

 

Das kommende Wochenende ist für uns spielfrei, aber nach der Hälfte der Hinserie können wir ein äußerst zufriedenes Fazit ziehen. Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spitzenspiel nacheinander hat das Team bewiesen, dass wir in der Lage sind gegen Spitzenteams der Liga nicht nur mitzuhalten, sondern diese Spiele auch verdient zu gewinnen.

 

So ganz entspannen ist aber noch nicht, bereits kommenden Mittwoch muss das Team beim Tabellenletzten der Kreisliga, dem SSV Hagen, im Kreispokal antreten. Als Pokalverteidiger sind wir hier in der Pflicht. Die Frauen des SSV haben bisher alle sieben ihrer Ligaspiele verloren, bei einem Torverhältnis von 4:76, unlösbar erscheint die Aufgabe also nicht.

Bericht: Christian Sauer