Kirchenberg strahlt drei Tage in Königsblau

BildEin knappes dreiviertel Jahr Planung hat sich gelohnt: genau 50 Kinder stürmten gestern zu Beginn der Schalker Knappenschule auf den Kunstrasen des Kirchenbergstadions. „Eine Zahl, die wir aus dem Stand wieder erreicht haben. Schon bei der ersten Auflage der Schalker Fußballschule hier in Hohenlimburg hatten wir rund 50 Teilnehmer“, betonte Frank Haake aus der Zehner-Jugendabteilung. „Schalke hat nun mal die erfolgreichste Jugendabteilung. An den vermittelten Werten wollen wir uns orientieren, um hier auch eine gute Jugendarbeit zu leisten“, sagt Haake. Die fußballbegeisterten Kinder kamen aus dem gesamten Fußballkreis Hagen, Ennepe-Ruhr und aus dem Raum Iserlohn zum Kirchenberg. Kinder vom SuS Volmarstein nahmen ebenso teil, wie welche vom Hasper SV, aus Letmathe oder Gevelsberg. Der Gevsleberger Jörg Kühl war eigens aus Brandenburg angereist, um seinen Sohn zur Fußballschule zu bringen. „Unser Sohn denkt schon nach dem Aufstehen sofort an Fußball und ist brennender Schalkefan. Er wollte unbedingt mitmachen. Es war ein Weihnachtsgeschenk von uns“, so Kühl.

Nicht in allen Teilnehmern schlug ein königsblaues Herz. Auch BVB-Fans und sogar Bayern-Fans hatten sich angemeldet.

Die Knappenschule soll die Werte des Vereins nach außen tragen. „Wir sind keine Scouting-Maßnahme“, betonte Sam Farokhi, sportlicher Leiter der Knappenschule und Cheftrainer der U9 in der Knappenschmiede, der Jugendabteilung des S04. „50 Kinder sind eine gute Zahl, besonders, wenn man die Nähe zum BVB bedenkt“, so Farokhi. Das Optimum seien 84 Kinder, auf keinen Fall mehr. „Wir trainieren hier in drei Feldspieler-Gruppen und zwei Torwart-Gruppen. So kommen wir hier auf genau 50 Teilnehmer. Die Gruppen sollen familiär bleiben. Wir wollen keine Masse anbieten, sondern setzen auf Qualität. Daher sind mehr als sechs Feldspieler-Gruppen und zwei Torwart-Gruppen auf einem Feld nicht drin“, meinte der Sportchef. Das Minimum seien aber 40 Teilnehmer.

Farokhi zeigte sich direkt zu Beginn der Knappenschule begeistert von der Einstellung der Fußball-Kids: „Viele waren durch den Regen schon vorher nass. Aber man sieht, dass die im Training stehen. Die sind fokussiert und lassen sich nicht ablenken“.
Abschluss-Präsentation

Drei Tage trainieren die Kinder nun Techniken, verschiedene Spielformen, aber auch Grundlagen wie Schnelligkeit, Dribbling oder Passspiel. Nachmittags folgen dann die Wettkämpfe, in denen das Gelernte angewendet wird. Morgen gibt es eine Abschluss-Präsentation vor hoffentlich vielen Eltern. „Wir haben das Training in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Was gibt es denn Besseres, als dass Martin Max den Kindern beibringt, wie man auf das Tor schießt?“

„Wir wollen den Kindern zeigen: Hey, wir kommen in euren Verein. Wenn wir ein großes Talent entdecken, werden wir ihm sicherlich die Möglichkeit geben, Schalker Luft zu schnuppern. Aber hier geht es in erster Linie um den Spaß. Die Kinder müssen Kind bleiben können. Die Anfahrt zum Training sollte nicht länger als ein Drittel der Trainingszeit betragen. Anderthalb Stunden Anfahrt, und das dann drei- bis viermal die Woche, das können wir mit unserem Gewissen nicht vereinbaren. Außerdem: sollte der BVB spitz kriegen, wenn wir hier ein Talent abgreifen, dann ist der sofort weg. Dortmund ist 20 Kilometer entfernt, Schalke nun mal viel weiter“, ist sich Farokhi durchaus bewusst. Aber darum geht es eben nicht. „Die Knappenschule will den Kindern die Möglichkeit geben, das Training der Knappenschmiede zu erleben. Und die Jugendtrainer können sich bei unseren Lizenztrainern etwas abschauen.“

Quelle: Sonneborn WP

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